FIFA in der Mega-Krise

Kampf gegen Infantino? "Ich hoffe, die UEFA zieht durch"

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UEFA-Chef Aleksander Ceferin muckt gegen FIFA-Chef Gianni Infantino auf. (Foto: IMAGO/Mark Pain)
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08.08.2026 | 06:14 Uhr

FIFA-Chef Gianni Infantino kämpft weiter um sein Amt - und das bislang ziemlich erfolgreich. Zwar hat der europäische Fußballverband UEFA seine Boykott-Androhung bekräftigt, doch der afrikanische Verband CAF und einzelne andere Länder, darunter auch Vize-Weltmeister Argentinien, stellen sich hinter den amtierenden Präsidenten.

Wie sich das FIFA-Beben weiterentwickeln könnte, wie groß Infantinos Chance auf seine Wiederwahl im März ist und wen die UEFA als Gegenkandidaten aufstellen könnte, ist Thema in der neuen Folge des Podcasts "ntv Sport" - zugeschaltet ist Ex-Bundesliga-Stürmer und ntv.de-Experte Arie van Lent.

"Infantino scheint das Gefühl zu haben: Im Moment kann ich machen, was ich will. Mir passiert sowieso nichts. Aber dann hat er die rote Linie, mit dem Verkaufsangebot der WM, überschritten", blickt van Lent im Gespräch mit den ntv.de-Redakteuren Tobias Nordmann und Kevin Schulte auf die turbulenten vergangenen Wochen. Der Deutsch-Niederländer hofft, dass die UEFA hart bleibt und ihre Boykott-Androhung notfalls durchzieht.

Van Lent blickt auch zehn Jahre zurück in die Vergangenheit, als Infantino nach dem Rücktritt von Sepp Blatter die Gunst der Stunde genutzt hat. "Endlich mal ein anderes Gesicht, habe ich gedacht. Sogar einer mit Glatze, sympathisch", schmunzelt der haarlose Ex-Stürmer im Podcast und macht deutlich: In der Infantino-Ära kam viel zu häufig die hässliche Fratze der FIFA zum Vorschein. "Wenn das, was derzeit im Umlauf ist, alles totgeschwiegen wird, verliert der Fußball seine Glaubwürdigkeit", macht van Lent deutlich.

Der erste FIFA-Wettbewerb mit Teilnehmern aus Europa ist die U20-Europameisterschaft der Frauen im September in Polen. Es ist die erste Probe aufs Exempel. Ein vergleichsweise leichtes "Opfer". Ein Turnier im Juniorinnen-Bereich, ohne Strahlkraft. Für die UEFA gibt es wenig zu gewinnen, und doch viel zu verlieren, sollte es nicht zum Boykott kommen. "Ich hoffe, die UEFA zieht durch. Menschen, die die alleinige Macht haben wollen, dürfen damit nicht durchkommen. Die Gefahr, dass alles kaputt geht, besteht. Einzelpersonen wie Infantino machen den Fußball an sich zum Verlierer. Deshalb muss er weg."

Podcast ntv Sport

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Verwendete Quelle: ntv.de